Heilpädagogisches Voltigieren

 

HeilPädagogisches Voltigieren

Info und Terminvereinbarung
Christina Scheck (Sozialpädagogin mit Zusatzausbildungim HPV)
Sonntagberg 4
3550 Langenlois
Tel.: 0664/1414303

Was ist das?

Man versteht darunter, ähnlich wie beim Sportvoltigieren, gymnastische Übungen auf dem sich bewegenden Pferd.
Beim Heilpädagogischen Voltigieren (HPV) steht jedoch nicht die sportliche Ausbildung im Vordergrund, sondern die individuelle Förderung des Menschen.

HPV kann eingesetzt werden bei:

  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Geistigen Behinderungen
  • Sinnesbehinderung
  • Teilleistungs- und Lernschwächen
  • Wahrnehmungs- und Sprachstörungen
  • Problemen im emotionalen und sozialen Bereich

Dem Körper ins Gleichgewicht verhelfen, damit auch die Seele wieder in die Balance gerät.

Das Pferd ist als „Co-Therapeut" zu sehen, es nimmt jeden so an, wie er ist, wertet nicht und ist frei von Vorurteilen. Beim HPV wird das Kind über alle Sinne auf mehreren Ebenen intensiv angesprochen und erfährt so oft völlig unbewusst ganzheitliche Förderung, die obendrein meist großen Spaß macht.

Durchführung und Organisation:
HPV kann in Form von Einzelarbeit (½ Stunde) oder Gruppenvoltigieren (1 Stunde) durchgeführt werden. Derzeit übernimmt das Land NÖ auf Antrag die Hälfte der Kosten einer Einzelstunde (€ 14,53) für die Dauer eines Schuljahres (35 Einheiten, spezielle Gruppentarife für Sonderschulen sind möglich).
Eine erste unverbindlicheSchnupperstunde ist immer gratis.
Mein Pferd heißt „Sidney" ist 5 Jahre alt und freut sich schon auf Dich!

Wirkung von HPV:

  • Erhöhte Position bewirkt erhöhtes Selbstwertgefühl.
  • Kinder, die nicht gut oder gar nicht gehen können, bekommen buchstäblich Beine geliehen - die Übertragung der Pferdebewegung im Schritt entspricht den Beckenbewe-gungen eines Menschen beim Gehen.
  • Je nach Beeinträchtigung des Kindes können verschiedenste Lageveränderungen auf dem Pferd vorgenommen werden, wodurch sich eine ständig neue Herausforderung für den Gleichgewichtssinn ergibt.
  • Besonders die höheren Gangarten des Pferdes, aber auch der Schritt und diverse Richtungs- und Lageveränderungen erfordern vom Kind ein ständiges Sich-Einfühlen in die Bewegung des Pferdes - das bedeutet ein Sich-Einstellen auf einen Partner, wobei die Belohnung dafür sofort erfolgt - bei Gelingen des Sich-Einfühlens ergibt sich eine harmonische Einheit zwischen Pferd und Kind, die ein enormes Glücksgefühl bewirkt.
  • Erfolgserlebnisse und eine Stärkung des Selbstvertrauens ergeben sich auch aus der Überwindung von Ängsten, wenn z. B. eine Übung trotz Vorbehalte des Kindes gelingt.
  • Die Wärme und die Bewegung des Pferdes haben außerdem eine entspannende Wirkung - spastisch verkrampfte Kinder werden sichtlich lockerer, hyperaktive Kinder oftmals ruhiger und zugänglicher.
  • Besonders Kinder mit Wahrnehmungsproblemen haben oft einen Hunger nach Stimulation der Sinne, besonders des Gleichgewichts- und des Eigenwahrnehmungssinns. Diesem Bedürfnis wird HPV wie kaum eine andere Therapie bestens gerecht.
  • Durch die unumgängliche Konzentration auf die Bewegung des Pferdes wird die Aufmerksamkeit automatisch nach innen gelenkt (das Kind ist nicht mehr so sehr „außer sich", wie dies besonders hyperaktive Kinder oft sind) - das Kind wird unbewusst zu mehr Sammlung und Konzentration angeregt. Diverse Spiele und Übungen können die Konzentration dann noch trainieren und verstärken.